vom März 1998



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1. Fischkunde und -hege

     

     

  1. Pylorusanhänge (Blindsäcke) befinden sich im Darm von

 

1.

 

a) der Bachforelle?

 

a.

b) der Brachse?

 

b.

c) der Barbe?

 

c.


 

  2. Wie viele Barteln hat der Steinbeißer (Dorngrundel)?

 

2.

 

a) Vier

 

a.

b) Sechs

 

b.

c) Acht

 

c.


 

  3. Wie können Sie den Hasel zuverlässig vom Aitel (Döbel) unterscheiden?

 

3.

 

a) Der Hasel hat eine nach innen, der Aitel eine nach außen gebuchtete Afterflosse

 

a.

b) Der Aitel hat eine nach innen, der Hasel eine nach außen gebuchtete Afterflosse

 

b.

c) Der Hasel hat ein unterständiges, der Aitel ein oberständiges Maul

 

c.


 

  4. Wie unterscheiden Sie eine einsömmerige Barbe (Jungbarbe) von einem Gründling?

 

4.

 

a) Die Barbe hat zwei, der Gründling keine Barteln

 

a.

b) Die Barbe hat vier, der Gründling keine Barteln

 

b.

c) Die Barbe hat vier, der Gründling zwei Barteln

 

c.


 

  5. Welche Fischart hat kein schwarzes Bauchfell?

 

5.

 

a) Giebel

 

a.

b) Karausche

 

b.

c) Nase

 

c.


 

  6. Welche Tierart verbringt alle Entwicklungsformen im Süßwasser?

 

6.

 

a) Bachneunauge

 

a.

b) Flussneunauge

 

b.

c) Aal

 

c.


 

  7. Wie viele Eier pro kg Körpergewicht trägt ein laichbereiter Hechtrogner im Durchschnitt?

 

7.

 

a) 3.000 - 5.000

 

a.

b) 35.000 - 45.000

 

b.

c) 300.000 - 400.000

 

c.


 

  8. Bei welcher Fischart ist das Geschlecht anhand von Größe und Form bestimmter Flossen zu erkennen?

 

8.

 

a) Schrätzer

 

a.

b) Rotfeder

 

b.

c) Schleie

 

c.


 

  9. Welche Fischart legt die Eier in einem Nest ab?

 

9.

 

a) Strömer

 

a.

b) 3-stachliger Stichling

 

b.

c) Elritze

 

c.


 

10. Die Schwimmblase ist zweikammerig beim

 

10.

 

a) Seesaibling?

 

a.

b) Aal?

 

b.

c) Aitel (Döbel)?

 

c.


 

11. Welche Fischart hat sehr kleine Rundschuppen?

 

11.

 

a) Bachsaibling

 

a.

b) Streber

 

b.

c) Schuppenkarpfen (Wildform)

 

c.


 

12. Die Äsche ernährt sich vorwiegend von

 

12.

 

a) Insekten und deren Entwicklungsformen?

 

a.

b) pflanzlichem Plankton?

 

b.

c) Fischbrut?

 

c.

     



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2. Pflege der Fischwasser

     

     

13. Welche Nahrungskette ist typisch für den Lebensraum Fließgewässer?

 

13.

 

a) Algenaufwuchs - Nase - Huchen

 

a.

b) Phytoplankton - Bachforelle - Äsche

 

b.

c) Zuckmückenlarve - Rotauge - Karpfen

 

c.


 

14. Welche Eigenschaften charakterisieren einen Renkensee?

 

14.

 

a) Nährstoffreich, flach, intensives Wachstum von Wasserpflanzen

 

a.

b) Nährstoffreich, weichgründig, trüb, ausgeprägtes Phytoplanktonvorkommen

 

b.

c) Nährstoffarm, relativ klar, sauerstoffhaltig auch in größerer Tiefe

 

c.


 

15. Welche Bedeutung haben Unterwasserpflanzen in Seen für die Fortpflanzung der Fische?

 

15.

 

a) Laichplatz für Coregonen (Renken)

 

a.

b) Laichplatz für Krautlaicher

 

b.

c) Laichplatz für Forellenartige

 

c.


 

16. Welches Tier ist ein Leitorganismus für die Güteklasse III in Fließgewässern (stark verschmutztes Gewässer)?

 

16.

 

a) Steinfliegenlarve

 

a.

b) Wasserassel

 

b.

c) Hüpferling

 

c.


 

17. Welche Krankheit wird durch Pilzbefall hervorgerufen?

 

17.

 

a) Rotmaulseuche (ERM)

 

a.

b) Kiemenfäule

 

b.

c) Frühlingsvirämie (SVC)

 

c.


 

18. Welche Fischarten leben hauptsächlich in der Brachsenregion der Fließgewässer?

 

18.

 

a) Barbe und Strömer

 

a.

b) Rotauge und Güster

 

b.

c) Koppe und Elritze

 

c.


 

19. Welche Tierart ist typisch für die Forellenregion der Fließgewässer?

 

19.

 

a) Bachneunauge

 

a.

b) Nase

 

b.

c) Zingel

 

c.


 

20. Von welchen Flüssen liegt ein Teil ihres Einzugsgebietes in Bayern?

 

20.

 

a) Von Lech und Inn

 

a.

b) Von Oder und Neiße

 

b.

c) Von Mosel und Ems

 

c.


 

21. Welche Pflanze findet man oft im Forellenbach?

 

21.

 

a) Tausendblatt

 

a.

b) Schwimmendes Laichkraut

 

b.

c) Quellmoos

 

c.


 

22. Was ist unter Vollzirkulation eines Sees zu verstehen?

 

22.

 

a) Die vollständige Umsetzung der verfügbaren Nährstoffe in pflanzliche Biomasse

 

a.

b) Die vollständige Umwälzung des Wasserkörpers

 

b.

c) Die Zeit, in der sich der Wasserkörper theoretisch durch Wasseraustausch erneuert

 

c.


 

23. Welcher Faktor fördert die Entwicklung von pflanzlichem Plankton in Seen?

 

23.

 

a) Intensive Befischung des Weißfischbestandes

 

a.

b) Eintrag von Phosphor

 

b.

c) Kaltes und sauerstoffreiches Wasser

 

c.


 

24. Unter welcher Voraussetzung kann Wasser mehr Sauerstoff binden?

 

24.

 

a) Bei abnehmendem ph-Wert

 

a.

b) Bei abnehmender Härte

 

b.

c) Bei abnehmender Wassertemperatur

 

c.

     



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3. Fanggeräte und ihr Gebrauch

     

     

25. Was ist ein Streamer?

 

25.

 

a) Eine spezielle Trockenfliege zum Fang von Äschen

 

a.

b) Ein künstlicher Fisch aus Weichgummi

 

b.

c) Eine große Kunstfliege

 

c.


 

26. Als Paternosterangel bezeichnet man

 

26.

 

a) eine Angel mit automatischem Bissanzeiger?

 

a.

b) eine Grundangel mit Bleibeschwerung am Schnurende und Haken an beweglichen Seitenarmen?

 

b.

c) eine verbotene Angelmethode auf Friedfische?

 

c.


 

27. Was sind AFTMA-Klassen?

 

27.

 

a) Gruppeneinteilung der Angler bei Wettbewerben

 

a.

b) Gewichtsklasseneinteilung für Meeresschnüre

 

b.

c) Normung für Flugangelschnüre

 

c.


 

28. Welche Spinnköder haben eine Tauchschaufel zur Tiefenführung?

 

28.

 

a) Wobbler

 

a.

b) Spinner

 

b.

c) Blinker

 

c.


 

29. Welche Form haben Fliegenvorfächer?

 

29.

 

a) parallel

 

a.

b) einseitig verjüngt

 

b.

c) doppelt verjüngt

 

c.


 

30. Offene Stationärrolle beim Wurf. Welche Panne muss durch geschickte Handhabung möglichst vermieden werden?

 

30.

 

a) Das Festziehen der Schnurbremse

 

a.

b) Das Zurückspringen des Schnurfangbügels

 

b.

c) Eine Perückenbildung durch zu schnelle Drehung der Schnurtrommel

 

c.


 

31. Zusatzspitzen für Grundruten in Form von Zitter- oder Bibberspitzen haben folgende Funktion?

 

31.

 

a) Verbesserung der Rutenaktion

 

a.

b) Schonendere Führung der Angelschnur

 

b.

c) Bissanzeiger

 

c.


 

32. Die Hegene mit Nymphen ist eine besonders fängige Montage für den Fang von

 

32.

 

a) Seesaibling?

 

a.

b) Rutte (Quappe)?

 

b.

c) Zander?

 

c.


 

33. Welchen Zweck erfüllt in erster Linie eine Pose (Schwimmer)?

 

33.

 

a) Sie bietet den Köder in einer bestimmten Wassertiefe an und zeigt den Biss an

 

a.

b) Sie ermöglicht erst den gezielten Wurf des Köders

 

b.

c) Sie verhindert das Hängenbleiben der Schnur im Kraut

 

c.


 

34. Wonach hat sich die Bremseinstellung an der Rolle zu richten?

 

34.

 

a) Nach der Größe der zu erwartenden Fische

 

a.

b) Nach dem Gewicht des Köders

 

b.

c) Nach der Tragfähigkeit der Schnur

 

c.


 

35. Haken mit Widerhaken am Schenkel bezeichnet man als

 

35.

 

a) Jamisonhaken?

 

a.

b) Raubfischhaken?

 

b.

c) Wurmhaken?

 

c.


 

36. Für welche Angelmethode ist die Multirolle geeignet?

 

36.

 

a) Für das Schleppfischen

 

a.

b) Für das Fliegenfischen

 

b.

c) Für das leichte Stippfischen

 

c.

     



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4. Fischereiliche Praxis und Behandlung der gefangenen Fische einschließlich des Tierschutzes

     

     

37. Welcher Fisch muss vor dem Schlachten nicht betäubt werden?

 

37.

 

a) Rutte (Quappe)

 

a.

b) Wels (Waller)

 

b.

c) Aal

 

c.


 

38. Ein Stahlvorfach soll grundsätzlich verwendet werden beim Fischen auf

 

38.

 

a) Bachforelle?

 

a.

b) Aal?

 

b.

c) Hecht?

 

c.


 

39. Welche Angelmethode ist zweckmäßig, wenn in einem Renkensee auf kapitale Seeforellen geangelt wird?

 

39.

 

a) Fischen mit der Hegene

 

a.

b) Schleppfischen

 

b.

c) Floßangeln mit Tauwurm

 

c.


 

40. Was ist beim Drill eines großen Karpfens zu beachten?

 

40.

 

a) Die Angel während des Drills immer parallel zur Gewässeroberfläche halten

 

a.

b) Die Schnurbremse feststellen, damit der Fisch keine Schnur abziehen kann

 

b.

c) Die Schnur immer gespannt halten

 

c.


 

41. Welcher Zeitraum soll bei der Aufbewahrung eines Fisches im Kühlschrank (4 - 6 °C), zwischen Schlachten und Zubereitung, nicht überschritten werden?

 

41.

 

a) 2 Tage

 

a.

b) 10 Tage

 

b.

c) 14 Tage

 

c.


 

42. Für welche Fischart sind reife Kirschen ein fängiger Köder?

 

42.

 

a) Brachse

 

a.

b) Flussbarsch

 

b.

c) Aitel (Döbel)

 

c.


 

43. Mit welchem Knoten kann man zwei Enden einer monofilen Angelschnur verbinden?

 

43.

 

a) Mastwurf

 

a.

b) Turleknoten

 

b.

c) Blutknoten

 

c.


 

44. Für welche Fischart ist der Spinner ein guter Köder?

 

44.

 

a) Flussbarsch

 

a.

b) Nase

 

b.

c) Güster

 

c.


 

45. Anhand welcher Merkmale können Sie eindeutig feststellen, dass ein Speisefisch frisch ist?

 

45.

 

a) trockene Haut, blassgraue Kiemen

 

a.

b) glänzend feuchte Haut, leuchtend rote Kiemen

 

b.

c) verfärbte Haut, verklebte Kiemen

 

c.


 

46. Als Grundsatz der Fischwaidgerechtigkeit gilt, dass Angelhaken nie kleiner als notwendig sein dürfen. Bei welcher Angelmethode sind jedoch auch kleine Angelhaken (Größe 14 bis 20) waidgerecht?

 

46.

 

a) Beim Fliegenfischen auf Forellen und Äschen

 

a.

b) Beim Spinnfischen auf Forellen

 

b.

c) Beim Floßangeln auf Karpfen

 

c.


 

47. Wie kann man grätenreiche Fische auf einfache Art so behandeln, dass die Fleischgräten nach der Zubereitung kaum stören?

 

47.

 

a) Durch Einschneiden der Muskulatur des Rücken- und Schwanzteils in Abständen von 2-3 mm

 

a.

b) Durch mehrstündiges Einlegen in Salzlake (100g Kochsalz pro Liter Wasser)

 

b.

c) Durch Herausziehen der Gräten mit einer Zange oder Pinzette

 

c.


 

48. Wie vermeiden Sie, dass Sie beim Barschfischen nicht versehentlich Jungzander mit Flussbarschen verwechseln?

 

48.

 

a) Der Jungzander hat auf der Rücken- und Schwanzflosse dunkle, in Reihen angeordnete Punkte

 

a.

b) Der Jungzander hat am Ende der ersten Rückenflosse einen dunklen Fleck

 

b.

c) Die beiden Rückenflossen sind beim Jungzander miteinander verbunden

 

c.

     



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5. Rechtsvorschriften, welche die Ausübung der Fischerei, den Schutz und die Erhaltung der Fischbestände sowie die Pflege und Sicherung standortgerechter Lebensgemeinschaften regeln, einschließlich des Naturschutzrechts

     

     

49. Sie wollen Ende Mai mit totem Köderfisch am Bleikopfsystem in einem Forellenbach angeln. Welchen Fisch dürfen Sie nicht aus dem Bach fangen, um ihn als Köderfisch zu verwenden?

 

49.

 

a) Elritze

 

a.

b) Gründling

 

b.

c) Bartgrundel

 

c.


 

50. Wie viele Angelhaken (Anbissstellen) darf eine Handangel mit Ausnahme der Hegene höchstens haben?

 

50.

 

a) Einen

 

a.

b) Zwei

 

b.

c) Drei

 

c.


 

51. Welches der folgenden Beispiele fällt unter den Gemeingebrauch nach dem Bayerischen Wassergesetz?

 

51.

 

a) Hineinschieben eines Bootsanhängers in ein Gewässer, um ihn dort zu waschen

 

a.

b) Entnahme von geringen Wassermengen aus einem Bach zum Viehtränken

 

b.

c) Anlegen eine einfachen Angelstegs im Uferbereich eines Sees

 

c.


 

52. Sie besitzen einen künstlich angelegten, ablassbaren Forellenteich. Dürfen Sie in diesem Teich jemanden ohne Fischereischein in Ihrem Beisein mit der Handangel fischen lassen?

 

52.

 

a) ja

 

a.

b) nein

 

b.

c) nur mit Ausnahmegenehmigung der Kreisverwaltungsbehörde

 

c.


 

53. Muss der Fischereiausübungsberechtigte Aufzeichnungen über durchgeführte Besatzmaßnahmen führen und aufbewahren?

 

53.

 

a) Nein

 

a.

b) Aufzeichnungen sind zu führen und mindestens 1 Jahr aufzubewahren

 

b.

c) Aufzeichnungen sind zu führen und mindestens 3 Jahre aufzubewahren

 

c.


 

54. Erstreckt sich das Fischereirecht auch auf Fischlaich?

 

54.

 

a) Ja, bei allen Fischen

 

a.

b) Nein

 

b.

c) Ja, aber nur bei Fischen ohne Schonzeit und Schonmaß

 

c.


 

55. Welcher Fisch hat in der Forellenregion der Fließgewässer weder Schonzeit noch Schonmaß?

 

55.

 

a) Rutte (Quappe)

 

a.

b) Aal

 

b.

c) Bachneunauge

 

c.


 

56. Welches Tier ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt?

 

56.

 

a) Wanderratte

 

a.

b) Bisam

 

b.

c) Biber

 

c.


 

57. Welcher Fisch darf in der freien Natur nur mit Erlaubnis der Kreisverwaltungsbehörde ausgesetzt werden?

 

57.

 

a) Flussbarsch

 

a.

b) Huchen

 

b.

c) Zander

 

c.


 

58. Das Aussetzen von Aalen in Seen, die keine geschlossenen Gewässer sind und in denen vorwiegend Weißfische vorkommen,

 

58.

 

a) ist erlaubnisfrei?

 

a.

b) ist erlaubnisfrei, soweit die Aale das festgesetzte Schonmaß (§9 AVFiG) noch nicht erreicht haben?

 

b.

c) bedarf der Erlaubnis der Kreisverwaltungsbehörde?

 

c.


 

59. Welche der folgenden Fischarten unterliegt keiner Fangbeschränkung nach Schonzeit und Schonmaß?

 

59.

 

a) Mühlkoppe

 

a.

b) Frauennerfling

 

b.

c) Neunstachliger Stichling (Zwergstichling)

 

c.


 

60. Sie angeln an einem See und werden von einem legitimierten Fischereiaufseher kontrolliert. Darf der Fischereiaufseher die von Ihnen gefangenen Fische besichtigen?

 

60.

 

a) Nur wenn der Verdacht vorliegt, dass Sie ein Schonzeit/-maßvergehen begangen haben

 

a.

b) Er darf die Fische nur unter Anwesenheit der Polizei besichtigen

 

b.

c) Ja

 

c.

     

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©2002 Fischereischulung Hantke Helmut